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Informationen zur Tour:
 

Alpine Gefahren

Laut Statistik ist Biken ein sehr sicherer Sport. In der Regel begeben sich Biker auch nicht in solch hochalpine, technische Gebiete wie Bergsteiger und Kletterer. Die Gefahren durch Steinschlag, Lawinen oder ähnlichem sind also kaum gegeben. Trotzdem gibt es in alpinen Regionen Gefahren, die es unten im Tal in dieser Form nicht gibt. In erster Linie stellt für den Biker das Wetter einen Risikofaktor dar. Wetterumschwünge, Nebel, Schnee und Gewitter können plötzliche Gefahrensituationen auslösen. Natürlich stellt auch die schlechtere Wegbeschaffenheit im Hochgebirge bei mangelnder Fahrtechnik eine Gefahr für den Biker dar. Hier heißt es: Lieber freiwillig absteigen als unfreiwillig!!

Bahntransport
Wenn Du mit der Bahn anreisen möchtest: Es werden nicht in allen Zügen Bikes transportiert (ICE!). Bitte erkundige Dich sich rechtzeitig vor Abreise bei der Bahnauskunft. Gibt es keinen Gepäckwagen, kannst Du auch die Laufräder aus dem Bike nehmen und es in einer Biketasche transportieren Diese kannst Du am Startpunkt unserer Tour belassen und am Rückweg wieder nutzen.

Bike
Dein Bike sollte in erster Linie zuverlässig sein. Je nach Verfassung und Vorliebe empfiehlt sich neben dem Hardtail mit Federgabel auch ein vollgefedertes Bike, die Federgabel und möglichst dicke und pannensichere Reifen sind hingegen Standard bei einer Alpenüberquerung. Das Bike sollte zwar möglichst leicht sein, aber im Zweifel geht immer die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der Komponenten vor. Es empfiehlt sich, vor der Tour nocheinmal einen Service vom Bikeshop durchführen zu lassen oder bei gutem Technikverständnis selbst durchzuführen.
Die Geometrie sollte nicht zu sportlich gewählt werden, da durch die langen Etappen und den Rucksack sonst Rückenbeschwerden entstehen können. Hier empfiehlt es sich, einen etwas kürzeren Vorbau zu montieren. Auch solltest Du vor der Tour einige Touren mit Rucksack fahren.
Gerne beraten wir Dich bei allen Fragen zum geeigneten Bike für die Tour!

Bremsen
Am besten eignen sich für eine Alpenüberquerung aktuell hydraulische Scheibenbremsen. Hier ist vor allem bei nassen Verhältnissen oder Schnee eine wesentlich bessere Bremsleistung gegeben. Achte auf neue Beläge und nehme jeweils ein oder zwei Paar passende Ersatzbeläge mit auf Tour! Wenig Geicht aber im Falle unersetzlich!
Felgenbremsen haben ein etwas niedrigeres Gewicht, sind aber bei Nässe den Scheiben unterlegen. Bei Trockenheit reicht die Bremskraft einer guten V-Brake u.U. an die einer Scheibe heran. Hier solltest Du erst recht auf neue Bremsklötze vor der Tour achten. Bei heftigen Bedingungen kann man in 1-2 Tagen durch die Schmirgelwirkung von Dreck und Sand schon mal ein paar Klötze runterbremsen. Immer 2 Ersatzklötze mit ins Gepäck!

Brille
Eine Radbrille sollte bei jeder Überquerung dabei sein! Sie schützt vor Ästen, Insekten, spritzenden Steinen, bei Regen und vor Sonne. Ob Du eine getönte oder klare Brille nimmst, hängt von Deinen Vorlieben und dem Wetter ab. Die Brille sollte gut sitzen, eng am Gesicht anliegen und möglichst großflächig sein.

Downhill
Auch wenn downhillen Spaß macht. Auf einer Alpenüberquerung fährt man grundsätzlich nicht ans Limit. Zum einen ist die Tour nach einem Sturz versaut und zum anderen das Risiko höher, da nicht überall im Hochgebirge schnelle Hilfe möglich ist. Auch sind die Strecken nicht bekannt und Du musst somit IMMER in Sichtweite bremsen können!

Ernährung
Man braucht viel Energie bei einem Alpencross. Je nach Schwierigkeit und Fahrer können das schon mal 8.000 kcal am Tag sein. Allerdings sollte man schwere Speisen meiden. Ideal sind kohlenhydratreiche Gerichte wie Nudeln oder Kartoffeln. Davon darfs dann dafür etwas mehr sein. Aber trotzdem auf den Magen hören: Eine Schokolade kurz vorm Gipfel kann ungemein motivationsfördernd sein! Es empfiehlt sich auch, immer 2-3 Powerriegel als Reserve im Rucksack zu haben. Aber nie auf Geschmack verzichten am Abend, was der Körper möchte, hilft ihm auch!

Ersatzteile/Werkzeug
Man kann nicht alle erdenklichen Teile mitschleppen. Aber eine gewisse Grundausstattung gehört in den Rucksack/ans Bike. Ersatzschlauch, Kettenglieder/-nieten, 2 Speichen, Bremsbeläge, Schalt- und Bremszug, Ersatzcleats für die Pedale wiegen nicht viel und nutzen eine Menge bei einer Panne. Zum Standardwerkzeug gehört eine Pumpe, ein Multitool (zB Topeak), ein Speichenschlüssel, Flickzeug, Reifenheber, Kettennieter und etwas Klebeband.
Unsere Tourguides haben alles für die kleinere Panne an Board, nur bei kapitalen Schäden wie Rahmenbruch oder Gabelschäden müssen wir in den Bikeshop. Trotzdem empfiehlt es sich für jeden Teilnehmer, eine Mindestausstattung wie Pumpe, Schlauch und Flickzeug mitzuführen.

Erste Hilfe
Jeder Teilnehmer sollte ein kleines 1.Hilfeset mit sich führen. Im folgenden ein Vorschlag über dessen Inhalt:

1 großes Verbandspäckchen
1 kleines Verbandspäckchen
2 Mullbinden elastisch
1 Dreieckstuch
1 Schere
1 Rettungsdecke
Heftpflaster
4-6 Kompressen 10x10 cm
Desinfektionsmittel klein
Vaseline/Melkfett klein
Aspirin
Voltaren-Emugel oä
Handy

Fahrtechnik
Je nach Routenwahl ist eine gute bis sehr gute Fahrtechnik notwendig, da man u.U. auch auf Pfaden/Trails oder grobem Schotter fahren muß. Im Zweifelsfall immer absteigen und ein Stück schieben. Falscher Ehrgeiz kann den Urlaub und die gesundheit kosten!

Federung
Hier trennen sich die Meinungen stark. Die einen schwören auf Vollfederung vorne und hinten, die anderen auf Hardtail mit Federgabel. Die Wahl des Einzelnen hängt von der Strecke und den persönlichen Vorlieben ab. Das Fully ist komfortabler, sicherer auf der Abfahrt, das Hardtail wendiger, schneller, leichter und etwas weniger defektanfällig.

Gepäck
Grundsätzlich wird das notwendige Gepäck im Rucksack transportiert. Zusätzlich kann man das Werkzeug und die Ersatzteile in einer Rahmen- oder Satteltasche aufbewahren. Packtaschen haben auf einer Alpenüberquerung nichts verloren. Das Rad wird schlecht manövrierbar, kaum tragbar und oft passen sie bei Fullies gar nicht ans Bike. Bei unseren Touren muß man in der Regel nur das für die Etappe notwendige Gepäck mitführen. Das Gepäck für das Hotel und Wechselkleidung fährt Dir unser Gepäcktransport von Etappe zu Etappe. Im Einzelfall kannst Du dies bitte der Reisebeschreibung entnehmen.
Das Gewicht des Rucksackes ist individuell, sollte aber nach Möglichkeit nicht über 5kg liegen (bei Gepäcktransport).

Handschuhe
Handschuhe gehören zu jeder Alpenüberquerung. Je nach Jahreszeit und Höhe reichen kurze Bikehandschuhe ansonsten lieber lange Bike-Handschuhe tragen. Sie schützen vor Einschlafen der Finger, da sie den Druck auf dem Lenker vermindern und bei einem eventuellen Sturz. Lange Handschuhe haben auch noch den Vorteil, immer einen rutschfesten Griff zu haben, auch bei verschwitzten Händen.

Handy
Es ist von Vorteil, wenn jeder Teilnehmer ein Handy mit sich führt. Die Erreichbarkeit ist auch im Gebirge mittlerweile sehr hoch und im Falle eines Falles ist schnell Hilfe gerufen. Außerdem können sich die Teilnehmer untereinander verständigen, wenn man sich verliert. Also gegenseitig auch die Nummern aufschreiben! Außerdem die Notrufnummern der jeweiligen Länder einspeichern! Bitte gebe Deine Handynummer gleich auf dem Anmeldeformular an, der Guide erhält dann eine Liste mit allen Nummern der Teilnehmer!

Alpenweiter Notruf: 112


Helm
Generell besteht auf unseren Touren Helmpflicht für alle Teilnehmer! Dabei achte besonders auf leichtes Gewicht und gute Belüftung neben druckfreier Passform. Bitte hier nicht am falschen Fleck sparen!

Kamera
Unsere Guides werden sich bemühen, einige Fotos der Tour zu machen, ergänzend ist es aber sicher schön, wenn einige Teilnehmer auch etwas fotografieren. Dabei muß es nicht die teure und schwere Spiegelreflex sein, ideal sind kleine digitale Kompaktkameras mit Zoom. Hier muß man auf ausreichenden Speicherplatz und eine ausreichend hohe Akkukapazität achten. Eure Bilder brennen wir dann gerne mit auf die Foto-DVD.

Kleidung
Auf jeden Fall gehört Regenkleidung und auch an schönen Tagen eine warme Schicht ins Gepäck. Temperaturstürze von 30 Grad haben wir schon binnen weniger Stunden erlebt. Ideal ist schnelltrocknende Funktionskleidung - an kalten Tagen nach dem Zwiebelprinzip. Während des Fahrens darauf achten, sich nicht zu warm anzuziehen. Bei Pausen oder Abfahrten gilt genau die umgekehrte Regel: Das Auskühlen des Körpers braucht oft mehr Energie als das Biken selbst!

Notfälle
Sobald ein Teilnehmer sich nicht mehr aus eigener Kraft fortbewegen kann, sprechen wir von einem ernsten Notfall. Hier werden wir sofort die Bergrettung rufen. Bei mangelndem Empfang werden einige Teilnehmer zur nächsten Hütte/zum nächsten Empfangspunkt fahren, die Bergwacht rufen und zurück zur Gruppe kommen. Aber keine Sorge, bisher waren wir von solch drastischen Massnahmen verschont...

Pedale/Schuhe
Wieder eine individuelle Entscheidung. Wir empfehlen die Kombination Klickpedale (z.B. SPD von Shimano) mit halbhohen Tourenschuhen. Damit kann man relativ gut laufen, hat optimalen Halt auf dem Pedal, ideale Kraftübertragung und kann sich bei einer Gefahrensituation blitzschnell vom Pedal lösen.

Reifen
Immer wieder fahren Leute mit Semislicks über die Berge. Das geht wunderbar, solange man sich auf das trockene Wetter verlassen kann. Bei einer mehrtägigen Tour ist dies nie der Fall. Somit empfehlen sich aber robuste Stollenreifen. Diese haben mittlerweile einen recht niedrigen Rollwiederstand auch auf Asphalt und den erforderlichen Grip auf losem Untergrund. Alpencrosstouren führen nur zu einem kleinen Bruchteil auf Asphaltstrassen, somit spielt der Rollwiederstand von robusten Stollenreifen eine absolut untergeordnete Rolle! Gewicht ist hier von untergeordneter Rolle, es zählt die Zuverlässigkeit. Bitte keine Superleicht-Schläuche verwenden!!

Rucksack
Der Rucksack sollte leicht sein, am Rücken gut belüftet und ein Volumen von max. 25 Litern haben. Bei unseren Touren mit Gepäcktransport genügt auch weniger Packvolumen. Unterteilungen sind praktisch, um Powerriegel, Luftpumpe etc. unterzubringen. Die Notfallapotheke und das Handy sollten gut erreichbar obenauf gepackt sein. Innen rein empfiehlt sich eine Plastiktüte, in die Kleidung und Untensilien gepackt werden, da kein Rucksack bei Regen vollkommen dicht ist.
Weiterführende Tipps zum Packen bekommst du hier.

Schaltung
Eine Kettenschaltung mit 24 Gängen sollte es schon sein. Alternativ ist auch die Rohloff-Getriebenabe sehr zu empfehlen, allerdings sehr teuer. Wichtig ist eine komfortable Untersetzung, da oft lange, steile Anstiege zu bewältigen sind und Sie durch den Rucksack auch noch einiges an Mehrgewicht mit sich tragen. Eine gute Übersetzung wären vorne 20 und hinten 34 Zähne. Ob Drehgriff, Hebel oder Tasten ist die Frage des persönlichen Geschmacks - funktionieren tun sie alle. Achte vor Reisebeginn auf eine sauber eingestellte Schaltung.

Timing
Wir werden versuchen, spätestens um 9 Uhr unsere Unterkunft zu verlassen und bis Mittag einen guten Teil der Strecke zurückzulegen. Sommergewitter entstehen am häufigsten in den späten Nachmittagsstunden. Also werden wir dann Mittags entscheiden, ob wir die Jause etwas verlängern wollen oder lieber am frühen Nachmittag bereits wieder in der nächsten Unterkunft sein wollen. An Anstiegen mit eindeutiger Beschilderung kann sich die Gruppe trennen und jeder sein eigenes Tempo fahren. Oben treffen wir uns dann wieder und fahren gemeinsam weiter.

Trinken
Im Sommer während einer Alpenüberquerung braucht der Körper viel Flüssigkeit. Du solltest möglichst mindestens 1,5 Liter mit Dir führen. Das sind zwei Radflaschen. Wenn Du nicht viel Gepäck auf dem Rücken trägst, ist auch ein Trinksystem gut geeignet. Es gibt unterwegs immer wieder Möglichkeiten, den Flüssigkeitsvorrat aufzufüllen. Bitte achte immer darauf, dass Dein Getränk rechtzeitig nachgefüllt wird!

Vorbereitung
Eine Mehrtagestour ist immer eine sportliche Herausforderung und erfordert eine überdurchschnittliche Kondition. Zum Thema Vorbereitung auf die Tour lese bitte unsere Tips zur Vorbereitung!



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